Ausflug 2012

Geschrieben von Nicole Staubitz.

Besuch unserer Partnerfeuerwehr und der Landeshauptstadt Wien

Als Fußballhelden wollten unsere Feuerwehrmänner ganz groß rauskommen, doch es verlief etwas anders.

 

Um 05:00 Uhr morgens machte sich vergangenen Samstag unser Bus mit 23 schlafenden Insassen auf den langen Weg nach Österreich. Unterstützt wurden wir von Herrn Bürgermeister Spiegel und seiner Ehefrau. Nach einem gemütlichen Vesper und Mittagessen erreichten wir am frühen Abend unser Ziel – unsere Partnerfeuerwehr Rudersdorf-Ort im Burgenland. Bei einem herzlichen Empfang im Rathaus und einem anschließenden Abendessen wurden allerhand Neuigkeiten unter den Kameraden ausgetauscht. Während bei einigen schon früh die Müdigkeit einsetzte genossen andere noch lange den angebrochenen Abend.

Mit einem Festgottesdienst wurde das Feuerwehrfest unserer Partnerfeuerwehr eröffnet. Anschließend konnte man gemütlich beisammen sitzen oder am „Riesenwuzzler Turnier“ teilnehmen. Bei diesem Spiel handelt es sich um einen überdimensionalen Tischkicker, bei dem mit echten Menschen gespielt wird. Auch wir wollten uns diese Gaudi nicht entgehen lassen und starteten daher mit drei Top-Mannschaften. Unsere Deutschland Damen, Feuerwehr Alt- Herren und  Feuerwehr Junioren. Alle rechneten sich heiße Chancen auf den Sieg aus.

Da bisher noch niemand von uns dieses Spiel gespielt hatte schauten wir den anderen Mannschaften eine Weile beim Üben zu. Das Spiel ist im Burgenland außerordentlich beliebt. Insgesamt gab es 15 teilnehmende Mannschaften. Eine Mannschaft besteht immer aus fünf Spielern. Ähnlich wie bei der EM gilt es erst eine gute Position innerhalb der Gruppe zu erreichen um überhaupt ins Viertelfinale aufsteigen zu können. Bekanntlichermaßen geht das am besten durch sehr viele Tore. Leider haben das unsere Herrenmannschaften nicht verstanden. Unsere Junioren schafften keinen Ball ins gegnerische Tor. Die Alt-Herren schossen immerhin zwei Tore, was zu besonders großem Jubel führte, da ein Tor ausgerechnet gegen die eigenen Kameraden, den Junioren fiel. Unsere Damenmannschaft dagegen schoss sich souverän ins Viertelfinale. Dies hat den Stolz der Feuerwehrmänner deutlich angekratzt, woraufhin sie ein außerordentliches Duell zwischen den Damen und Alt-Herren arrangierten. Bei diesem trugen die Alt-Herren einen schwerverdienten 3:2 Sieg davon. Die Ehre war wieder hergestellt. Nur knapp verloren die Damen im Viertelfinale gegen das Team des einheimischen Autohauses. Mit Spannung wurde die Siegerehrung erwartet. Unsere Junioren fanden sich auf dem letzten Platz ein, die Alt-Herren auf dem dreizehnten Platz und die Damen auf einem grandiosen siebten Platz. Zur Freude aller Mannschaften erhielt jeder einen Pokal. So gab es nur Gewinner.

Zum großen Showdown kam es, als unsere Österreichischen Kameraden die Legende von Cordoba noch einmal wahr machen wollten. Das große Duell der Giganten, Feuerwehr Rudersdorf-Ort gegen die Feuerwehr Hardt- und Schönbühlhof Alt-Herren begann. Nach einem langsamen, dem Alter der Spieler angepassten Spiel wurden die Österreicher Kameraden mit einem 1:0 Sieg geschlagen. Beim späteren gemütlichen Beisammensein wurden die Spiele und Strategien noch lange erörtert.

Am Montagmorgen hieß es früh von unseren Kameraden Abschied nehmen, von deren herzlicher Gastfreundschaft wir wie immer begeistert waren. Hierfür, wie auch für die Gastgeschenke möchten wir uns nochmals ganz herzlich bedanken. Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen.

Unsere Reise führte uns weiter nach Wien, Österreichs Landeshauptstadt und die achtgrößte Stadt der Europäischen Union. Laut unserer Reiseleiterin gilt Wien auch als eine der saubersten Städte Europas. Hiervon konnten wir uns leider nicht überzeugen. Nach einer Bustour durch Wien, bei der uns unsere Reiseleiterin allerhand interessante Geschichten verriet, konnten wir uns bei einem echten  Wiener Schnitzel wieder stärken. Auf diese Gaumenfreude folgte eine Stadtbesichtigung durch die Altstadt. Vorbei am Mozart Haus, dem Schloss, der Spanischen Hofreitschule und  dem Stephansdom. Anschließend besuchten wir den Prater. Hier reihen sich  Fahrgeschäfte, Karussells und Spielbuden aneinander. Das berühmte Wiener Riesenrad gilt als besonderes Wahrzeichen. Das höchste Kettenkarussell steht ebenfalls hier. Nach einem kurzen Regenschauer waren wir alle froh unser Hotel beziehen zu können. Am Abend machten wir uns auf den Weg zu einem Heurigen im Stadtteil Grinzing. Dieses für Wien traditionelle Restaurant ist mit einer schwäbischen Besenwirtschaft zu vergleichen. Der Unterschied besteht darin, dass man das gewünschte Essen direkt an einer Theke aussuchen und frei zusammen stellen kann.

Am nächsten Morgen besichtigten wir Schloss Schönbrunn, in dem viele Kaiser und Kaiserinnen ihre Sommer verbracht hatten. Hier wurden uns besonders interessante Einblicke in das Leben am Hofe geschenkt. Nach einem gemeinsamen Mittagessen machten wir uns auf die lange Fahrt nach Hause. Die Fahrt von ca. 10 Stunden wurde dank Gesangseinlagen unserer Feuerwehr Jugend so angenehm wie möglich gestaltet. Für uns alle steht fest, dies war ein gelungener und aufregender Ausflug, von dem wir daheim viel zu erzählen haben. Um mit den Worten der Feuerwehr Jugend zu enden: „Die Feuerwehr Hardt- und Schönbühlhof bedankt sich bei Ihrem super Reiseleiter Dieter mit einem dreifach kräftigen, Zicke, Zacke....“.

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